Die 10 besten Experten-Tipps zur langfristigen Sicherung Ihrer Liquidität

Sehr geehrte Leserin,

sehr geehrter Leser,

 

hier ist lediglich ein Auszug zu lesen. 

 

Die Liquidität oder Zahlungsfähigkeit ist immer wieder ein zentrales Thema im Mittelstand und Handwerk.

Eine Beratungserfahrung von 25 Jahren haben mir dieses wichtige Thema immer wieder vor Augen geführt. In der kaufmännischen Berufsausbildung und auch in der Meister-Ausbildung wird diesem Thema viel zu wenig Raum gegeben. Ergebnis ist, dass sich Verantwortliche im Betrieb mit Problemen auseinandersetzen müssen, auf die sie nur unzureichend vorbereitet sind.

 

Die Bedeutung der Liquidität ergibt sich vielleicht an folgendem Beispiel, dass ich einmal im Studium gehört hatte:

 

Kapitalstruktur:

Sie ist vergleichbar mit der menschlichen Konstitution.

Kleinere "Zipperlein" können den Menschen nichts antun.

 

Gewinn:

Der Gewinn ist vergleichbar mit der Nahrung. Er ist notwendig, man kann aber eine gewisse Zeit darauf verzichten.

 

Liquidität:

Die Liquidität aber ist mit der Atmung zu vergleichen. Selbst sehr kurze Zeiträume, in denen man keine Atmung hat, kann zu irreparablen Schäden führen.

 

Das macht doch der Steuerberater

Der Steuerberater hilft hier nicht immer. Seine Betrachtungsweise konzentriert sich eher auf die Steueroptimierung und die Ergebnisgestaltung, aber höchst selten auf die Sicherung der Liquidität.

Zudem sind die zeitlichen Sichtweisen völlig gegensätzlich. Der Steuerberater blickt in seiner Tätigkeit in der Regel zurück. Seine Aufgabe besteht darin, Buchungen und Steuererklärungen für bereits erfolgte Geschäftsprozesse zu erstellen. Die Frage der Liquidität entscheidet sich aber immer in der Gegenwart und Zukunft. Wenn sie in ihrem Auto fahren, schauen Sie auch nicht nur in den Rückspiegel und sagen sich: „bis hierher ist es ja noch gut gegangen.“

Sie schauen nach vorne und wie sie ihr Fahrzeug lenken, so lenken sie auch ihren Betrieb in die Zukunft.

 

Mangelnde Liquidität als Insolvenzrisiko

Die gesetzlichen Vorschriften der Insolvenzordnung erfordern gerade vom Geschäftsführer einer GmbH oder UG eine besondere Sorgfalt bezüglich der Sicherung der Zahlungsfähigkeit. Ist diese nicht gegeben, so muss ein Geschäftsführer einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen, wenn er nicht persönlich - trotz der Haftungsbeschränkung einer GmbH oder UG - in Anspruch genommen werden will. Zudem sieht er sich durch eine mögliche strafrechtliche Inanspruchnahme bedroht.

Über 90 % der Insolvenzen in Mittelstand und Handwerk sind durch Zahlungsunfähigkeit bedingt. Ich selbst habe bei rund 300 begleiteten Verfahren nie erlebt, dass die Zahlungsfähigkeit noch gegeben gewesen wäre.


Zusammenfassung

Daher fasse ich die entscheidenden Faktoren zur Sicherung der Liquidität kurz zusammen:

 

1. frühzeitige Planung

Planen Sie noch heute Ihre Ein- und Auszahlungen. Einfach, übersichtlich, aussagekräftig (Tool finden Sie in unserem webshop)

 

2. realistischer Planungshorizont (3 Monate)

Wählen Sie 3 Monate für die Planung

 

3. realistische Einzahlungswahrscheinlichkeit (Höhe und Zeitpunkt) 70%-Regel

Berücksichtigen Sie nur 70% der geplanten Einzahlungen als tatsächliche Werte

 

4. ausreichende Liquiditätsreserve (3 Auszahlungsmonate)

Schaffen Sie eine Reserve für Auszahlungen von mindestens 1 Monat, Ziel: 3 Monate

 

5. Investitionsrechnung

hinterfragen Sie Ihre Investitionen kritisch, „NEIN“ kann viel Geld sparen

 

6. Kostenrechnung und Kalkulation

Aktualisieren Sie Ihre Kalkulation (tool in unserem shop)

 

7. Preisgestaltung

Orientieren Sie sich nicht nur am Wettbewerb. Was macht Sie aus? Warum kauft der Kunde bei Ihnen?

 

8. Marketing

Kennen Sie die Wünsche Ihres Kunden? Hat er welche, die Sie noch nicht kennen?

 

9. Tilgungsdauer

Lieber etwas länger als zu kurz finanzieren

 

10. Finanzierungsstruktur

Streben Sie hohes Eigenkapital an. Beachten Sie Finanzierungen aus dem Betrieb und ohne Bank.

 

 

Unternehmen Sie `was!

  

Ihr

Helmut Klüsener,

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